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MEDIEN - BILDUNG - DEMOKRATIE  e.V.





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News & Termine


Außerordentliche Mitgliederversammlung als Zoom-Meeting am 13. Oktober um 19.00 Uhr
Die Durchführung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wird notwendig, um die Wahl eines fünften Vorstandsmitgliedes satzungskonform durchzuführen.

Tagesordnung:
TOP 1: Eröffnung und Feststellen def Beschlussfähigkeit
TOP 2: Wahl der Protokollführung
TOP 3: Abstimmung.über die Agenda
TOP 4: Wahl des fünften Vorstandsmitglieds
TOP 5: Anträge der Mitglieder und ggf. Abstimmmungen
TOP 6: Diverses .
TOP 7: Abschluss der Versammlung

Alle Vereinsmitglieder haben bereits fristgerecht eine Einladung in Schriftform erhalten. Bei Interesse von (Noch)Nichtmitgliedern können die Zugangsdaten zum Zoom-Meeting hier erfragt werden. Wir freuen uns, Sie am 13. Oktober begrüßen zu können!





MBD Mitgliederversammlung
am 25. März 2020
im ZDF-Hauptstadtstudio Berlin


...weitere Infos folgen in Kürze!








Medienkompetenz als Basis der Demokratie-Kompetenz
Rund 600 Besucher nahmen am Tag der Medienkompetenz im Landtag NRW teil

Großveranstaltung im Landtag setzte sich mit Fake News und Verschwörungstheorien auseinander
Düsseldorf. Ein kritischer und selbstkritischer Umgang mit Medien ist heutzutage unerlässlich.  Darüber hinaus ist ohne freien Umgang mit Medien die freiheitliche Demokratie nicht zu denken. Das ist die Botschaft des siebten Tages der Medienkompetenz am 5. November im Düsseldorfer Landtagsgebäude, der diesmal unter dem Thema „Was steckt dahinter? Medienbildung in Zeiten von Fake News, Verschwörungstheorien und Algorithmen“ stand. „Die Pressefreiheit ist noch nicht gefährdet, aber der Ton ist deutlich rauer geworden“, unterstrich Oliver Keymis (Bündnis 90/Die Grünen), stellvertretender Präsident des Landtages. „Wachsamkeit ist geboten, wenn Medien als ,Lügenpresse´ verunglimpft oder Fake News über das Internet verbreitet werden.“ Eine kritische Medienkompetenz sei Basis einer Demokratie-Kompetenz.


             

Liminski: „Wir müssen neue Formate entwickeln“
Nathanael Liminski, Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, forderte ebenfalls, man müsse  lernen, darüber zu reden, was die Medien antreibe und welche Person, Position oder Gruppe hinter ihnen stecke.  „Falschmeldungen verbreiten sich in Windeseile und sind schwer wieder einzufangen“, gab Liminiski zu bedenken. „Deshalb müssen wir die Funktionsweise von Suchmaschinen und sozialen Netzwerken kennen.“ Die demokratische Debattenkultur müsse noch eine Antwort darauf finden, dass Emotion im Internet den Vorzug vor Information habe. Informationen seien keine Ware, sondern Grundbestandteil von Meinungsbildung.  Zur Verbreitung von Medienkompetenz gebe es bereits viele gute Initiativen, die aber noch an Breite und Fläche gewinnen müssten. „Wir müssen mutig und kreativ sein und neue Formate entwickeln, um neue Zielgruppen zu erreichen“, mahnte der Staatssekretär. „Es muss uns gelingen, einen goldenen Mittelweg zu finden und die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, ohne die Gefahren und Risiken auszublenden.“

Parallelen zwischen religiösen Menschen und Verschwörungstheoretikern
Bei einer anschließenden Diskussionsrunde wurde darauf hingewiesen, dass viele Leute den Falschmeldungen glauben wollten und das dann auch täten. Die Fragmentierung der Gesellschaft führe zu Teilöffentlichkeiten, die sich nur noch in ihrem eigenen Kosmos bewegten. „Traditionelle Medien versuchen sich den sozialen Medien anzupassen und schneller zu werden, und genau darin sehe ich eine große Gefahr“, sagte Patrick Gensing, Leiter des online-Portals „faktenfinder“ von www.tagesschau.de. Giulia Silberberger, Sektenaussteigerin und Erfinderin des „Goldenen Aluhuts“, ergänzte, jeder könne sein Weltbild mit Hilfe des Internets immer mit irgendetwas bestätigen. Die Falsch-Nachrichten zu ignorieren und Selbstreflexion zu betreiben – das sei der richtige Schlüssel, um dem Fake nicht auf den Leim zu gehen. Gensing widersprach energisch: Wenn man Fake News ignoriere, dann gehe es weiter mit den betreffenden Behauptungen, was dann irgendwann zu alternativen Fakten und einer alternativen Welt führe. Man müsse aber stets an die von solchen Falschmeldungen Betroffenen, vor allem Minderheiten, denken.
Grundsätzlich müssten die Medien sich auf Grundwerte des Journalismus zurückbesinnen und einen gründlichen Faktencheck durchführen. Giulia Silberberger wies auf die Parallelen zwischen religiösen Menschen und Verschwörungstheoretikern hin. Beide pflegten ein dualistisches Weltbild  mit starken Gegensätzen zwischen Gott und Teufel, Gut und Schlecht, Schwarz und Weiß.  „Die Denke von beiden Gruppen ist sehr ähnlich, und wir müssen aufhören, so etwas in die Köpfe unserer Kinder hinein zu verpflanzen“, mahnte Silberberger. „Viele glauben Fake News, weil sie ihnen glauben wollen.“     


                   
Kontakte zu anderen Medien-Playern geknüpft
In 16 Foren zu unterschiedlichsten Themen ging es anschließend darum, wie sich Fake News von richtiger Information unterscheiden, welche Folgen Gerüchte und Verschwörungstheorien zum Beispiel für Flüchtlinge oder Erkrankte haben und wie sich Hacker an den Daten der Internetnutzer zu schaffen machen.  Bartosz Dudek und Gerd Felder vom Vorstand unseres Vereins sprachen mit vielen der 26 Aussteller und knüpften dabei Kontakte zu mehreren Einrichtungen und Organisationen, die sich wie der Medien-Bildung-Demokratie e.V. für eine Verbesserung der Medienkompetenz einsetzen.

         

Bericht: Gerd Felder

Medien – Bildung - Demokratie e.V.
Penningsfelder Weg 34; 51069 Köln

Kontakt
Medien – Bildung - Demokratie e.V.
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